Förderverein Heddinghovener Kapelle e.V.
Eine tausendjährige Geschichte
Willkommen
Wir stellen Ihnen hier die Heddinghovener Kappelle Sankt Servatius und die Aufgaben des Fördervereins vor.
Die Kapelle und unser Verein haben eine besondere Geschichte, die wir Ihnen gerne nahe bringen wollen.
Unser Verein sichert den Erhalt und den Unterhalt der Kapelle Heddinghoven.
Eine tausendjährige Geschichte
Die Kapelle in Kürze
Zwischen Lechenich und Konradsheim befindet sich der Friedhof mit der Heddinghovener Kapelle (Blessemer Lichweg), die mit ihrem verputzten, weiß getünchten Mauerwerk und dem dunklen Schieferdach mit Dachreiter sofort ins Auge fällt. Ursprünglich war sie vermutlich die Hofeskirche eines wüstgefallenen Fronhofes, dem die Siedlung ihren Namen verdankt.
Sie ist eine der ältesten Kirchen in unserer Region, die dem Typus der romanischen Saalkirchen mit niedrigem, quadratischen Choranbau entspricht. „Der älteste Teil gehört in das 11.-12. lh., der Chor in das 12. Ih.“ (P. Clemen).
An das rechtwinklige, flachgedeckte Langhaus schließt sich der quadratische, mit einem hölzernen Tonnengewölbe versehene Chor an, die nördliche Sakristei ist 1699 angebaut worden.
Das Material des Langhauses sind u. a. Grauwacke, Sandstein und römische Spolien, die zum Teil sichtbar sind. Das Material des Chores mit seinen spätgotischen Maßwerkfenstern ist Tuff und das der Sakristei Backstein. Das romanische Eingangsportal (Rotsandstein) mit dem mächtigen Türsturz an der Südseite sowie zwei ursprüngliche Fensteröffnungen an der Nord- und Südseite haben sich erhalten, sind heute jedoch verschlossen.
Vereinsaufgabe
Es ist eine Besonderheit, dass sich die Heddinghovener Kapelle nicht in kirchlichem, sondern in städtischem Eigentum befindet. Das hat zunächst seinen Grund darin, dass in der Französischen Zelt (1794-1814) der Friedhof aus der Lechenicher Innenstadt L795 nach Heddinghoven verlegt und 1802 säkularisiert wurde.
So ist die gesamte Friedhofsfläche im Grundbuch als kommunales Eigentum eingetragen, obwohl nach einer Vermessung 1924 die Kapelle als eigene Parzelle ausgewiesen wurde. Deshalb ging man wohl davon aus, dass die Kapelle weiter kirchliches Eigentum war. So wurden denn in den 1960er Jahren die Renovierungsarbeiten an der Heddinghovener Kapelle aus kirchlichen Mitteln ohne städtische Beteiligung finanziert. Fast wäre dieses kunsthistorische Kleinod der Spitzhacke zum Opfer gefallen: Ende des 19. Jahrhunderts befand sich das Gebäude in einem so schlechten Erhaltungszustand, dass der Kirchenvorstand sogar einen Teilabriss in Erwägung zog. Dieser Plan konnte nur durch den Einspruch des Generalvikariats verhindert werden, der die große kunstgeschichtliche Bedeutung dieser Kirche aufgrund ihres hohen Alters hervorhob.
Die Eigentumsfrage kam in den 1990er Jahren erneut ins Spiel, als der Zustand der Kapelle eine umfangreiche und damit teure Renovierung erforderte. Nach Überprüfung der Eigentumsverhältnisse 1996 durch das Generalvikariat lehnte das Erzbistum Köln die Kostenübernahme mit dem Hinweis ab, dass die Stadt Erftstadt - als Rechtsnachfolger der Stadt Lechenich - Eigentümerin der Kapelle sei; lediglich die Kosten für die Restaurierung der Altäre würden vom Erzbistum übernommen, da die gesamte Inneneinrichtung Eigentum der Pfarre St. Kilian sei.
Die Stadt Erftstadt sah sich nicht in der Lage, die erheblichen Aufwendungen zu übernehmen. So kam die Idee auf, einen Förderverein Heddinghovener Kapelle zu gründen, der die Renovierung und Erhaltung der Kapelle zum Ziel haben sollte. Pastor Wilhelm Hösen und der damalige Stadtdirektor Ernst-Dieter Bösche ergriffen die Initiative und luden interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer Gründungsversammlung ein, die am 20. Mai 1999 im Pfarrzentrum Lechenich stattfand.
Die Historikerin und Pädagogin Hanna Stommel referierte über die Geschichte der Kapelle und das besondere Eigentumsverhältnis. Danach erklärten 22 der anwesenden Personen ihren Beitritt zum Verein und wählten in der anschließenden Mitgliederversammlung den Vorstand, der 25 Jahre lang in derselben Zusammensetzung bestand: neben Pastor Wilhelm Hösen, Ermgard Kretz, Dr. Jörg Füchtner, Albert Granrath, Elisabeth Neisse, Hans Oberhofer und Helmut Ockenfels.
Eindrücke
Seitenaltar Kreuzesabnahme
Skizze der Kapelle von Ludwig Arntz, 1893
Zusammenfassung
Die Ursprünge der Kapelle liegen im Frühmittelalter,
als Hofeskirche eines Fronhofes. Sie war eine Filialkirche der Lechenicher Pfarrkirche und mit ihr dem Kölner Stift St. Aposteln inkorporiert. Der Ortsname wird um 1155 das erste Mal urkundlich in einer Handschrift des Benediktinerklosters Deutz als ,Heddinchoven' erwähnt. 1343 stifteten die Eheleute Arnold und Idburg von Buschfeld der Kapelle zu Heddinghoven Güter und Einkünfte zur Unterhaltung eines Kaplans, der täglich die Messe lesen sollte. Zudem erklärte der Kölner Erzbischof Walram von Jülich (1332-1349) die Kapelle zum ,Benefizium', d. h. sie war fortan von allen Abgaben befreit.
Nach 1662 wurde die Kapelle - vermutlich im Zusammenhang mit der Restaurierung nach der starken Beschädigung bei der Stadtbelagerung 1642 als ,,St. Georgs Kapelle" bezeichnet, da der Hauptaltar dem heiligen Georg und die beiden Seitenaltäre dem heiligen Servatius und Remigius geweiht waren. Allerdings war nur der Servatiusaltar mit einer Stiftung - des Hauses Buschfeld - versehen. Dies ist wohl der Grund, warum heute der hl. Servatius als Pfarrpatron Heddinghovens gefeiert wird.
In der Französischen Zelt (1794-1814) wurde der Friedhof aus der Lechenicher Innenstadt 1795 nach Heddinghoven verlegt und wurde 1802 im Rahmen der französischen Verwaltungsreformen säkularisiert. Seitdem ist die Kapelle neben der Verwendung für sonntägliche Gottesdienste für die Konradsheimer und Blessemer als Friedhofskirche verwendet worden.
Dank der umfangreichen Renovierungen der letzten Jahre ist die Kapelle Heddinghoven nun in bestem Zustand und spiegelt ihre mehr als achthundertjährige Geschichte nunmehr sehenswert wider.
Kontakt
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Aktuelles
Im Jahr 2025 konnte unser Förderverein sein 25 jähriges Bestehen feiern. Hierzu geben wir Einblick in verschiedene Artikel.
Eine Broschüre mit der Einladung zu einem Rundgang erhalten Sie in der Kapelle, im kath. Pfarrbüro und bei Schreibwaren Marschalleck.
Ökumenischer Gottesdienst zu Sankt Servatius 2026:
Glaube und Gemeinschaft
Für uns ist und bleibt das Wichtigste, dass die Menschen in Konradsheim hier einen Ort zum Beten, aber auch zum Zusammenkommen haben!
Unser Ziel ist die Erhaltung dieses Kleinods für uns und die kommenden Generationen.
Miteinander in der Gemeinde funktioniert nur, wenn verschiedene Menschen sich mit ihren unterschiedlichsten Fähigkeiten einbringen und zusammenwirken.
Pastor Wilhelm Hösen
Helmut Ockenfels
Pfarrerin Friederike Schädlich
Der Vorstand des Fördervereins
Pastor Wilhelm Hösen ( Vorsitzender )
Dr. Jörg Füchtner (stellvertretender Vorsitzender )
Irmgard Kretz ( Kassiererin )
Helmut Ockenfels (Geschäftsführer )
Elisabeth Neisse
Stephanie Neisse
Hans Peter Kretz
Förderverein Heddinghovener Kapelle
Schlossstraße 3
50374 Erftstadt-Lechenich
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